Tag 18

02.04.2020

Eine Zeit für Frust -

es ist okay auch mal wütend zu sein 

© Christinakaragiannis.com

Wenn all der Optimismus nichts mehr hilft - In Krisen wie diesen hört man von allen Seiten wie sehr dies jetzt eine neue Chance ist zum Kreativität entfalten, produktiv sein und optimistisch am Ball bleiben (ich inkludiert).

Manchmal aber, trotz all den positiven Gedanken, darf man auch mal frustriert sein, wütend und ohne Energie.

Denn mit so einer Situation war noch nie jemand konfrontiert, der Alltag steht am Kopf, Selbstverständliches bekommt eine neue Wichtigkeit und die Bewegungsfreiheit wird aufs Minimale eingeschränkt. 

Viele kämpfen um Jobs, viele haben sie bereits verloren, oder stehen vorm baldigen Bankrott und bekommen keine Aufträge. 

Es ist frustrierend. Und da darf man auch einmal einen Tag ohne Motivation sein, aber - niemand ist damit allein und niemand hat im Moment eine Ahnung wie sich die Zukunft auf unsere derzeitige Lebenslage auswirken wird. 

Es ist wichtig dem Frust, der Angst und der Wut Raum zu geben und sie anzuerkennen.

Denn nur so wird man sie auch wieder los, indem man sie fühlt, akzeptiert und danach wieder loslässt - für immer in diesem Zustand zu verweilen ist nicht nur fürs Immunsystem kontraproduktiv sondern auch mental. 

Hat man sich dessen bewusst gemacht und die negativen Gefühle akzeptiert,

werden sie sich wieder verabschieden weil man sie nicht mehr unterdrückt.

Alles was wir jetzt tun können ist mit der Zeit zu gehen und darauf vertrauen,

dass alles früher oder später Sinn machen wird.

#stayathome #wecandothis

Tag 5 

20.03.2020

 

 

 

 

 

 

 

© Christinakaragiannis.com

Wenn man die Nähe vermisst, weiß man sie erst später zu schätzen 

Unserer Gesellschaft hätte nichts besseres passieren können. Jetzt sind wir gezwungen, uns alleine mit uns auseinanderzusetzen. Es war längst überfällig und notwendig, um unsere Augen zu öffnen und unser Verhalten zu überdenken. 

 

Wenn wir dann zur Realität zurückgekehrt sind, wird sie nicht mehr dieselbe sein, unsere Anschauung wird etwas verschoben und auch zerbrechlicher und vorsichtiger sein.

Diese Isolation macht uns erst darauf aufmerksam was der Mensch zum Leben braucht, menschliche Nähe, Kontakte und Sicherheit. 

 

Wir werden gelernt haben, dass es nicht selbstverständlich ist morgens aus dem Haus zu gehen,

seine Liebsten zu besuchen und ihre Nähe spüren. 

Wir werden anders miteinander reden, weil wir wissen wie es sich anfühlt, isoliert und einsam zu sein. 

Wir werden mehr Sinn für die gegenseitige Wertschätzung, mehr Größe, Empathie und Dankbarkeit haben.

Wir sind alle zusammen involviert.

Die ganze Welt teilt das gleiche Schicksal, es gibt kein Land, das nicht von diesem Wandel betroffen ist. 

Und wie wertvoll ist die Tatsache, dass wir alle mit einer neuen Sicht auf die Welt daraus hervorgehen werden? 

Wir werden mehr gegenseitig aufeinander aufpassen und Acht geben, weil wir jetzt mehr auf uns selbst aufpassen. Man schätzt erst etwas, wenn man es fast verloren hat. Und diese Wertschätzung füreinander wird uns somit wieder zurückgeben. 

#stayathome #wecandothis

Tag 11 

26.03.2020

Eine einmalige Chance für neue Vorsätze und Routinen

© Christinakaragiannis.com

Es sind nun mehr als 10 Tage her, dass der Großteil unserer Gesellschaft den Alltag komplett umstrukturieren musste.

Für die meisten ist dies eine Herausforderung, man muss sich neu erfinden, die Zeit anders produktiv nutzen und auch anders gebrauchen. Wo davor eine gewisse Struktur und Routine den Alltag bestimmten, wird nun jeder dazu gefordert, einen neuen und situationsbedingten Ablauf zu erstellen. Dies ist für viele mehr als nur eine Herausforderung, da dies Motivation und eigenständiges Arbeiten erfordert. Denn hat man einmal eine Routine gibt dies eine gewisse Sicherheit, der Tag hat Anfang und Ende, das gibt Halt. 

Im Durchschnitt dauert es mehr als zwei Monate, bevor ein neues Verhalten im Menschen automatisch wird. Dies bedeutet am Ende dieser neuen Art den Alltag zu bewältigen, werden einige von uns eine neue Routine verfolgen, was Arbeit, Auszeit, Hobby, uvm. bedeutet. 

Aber um erstmal eine neue Form des Alltags zu erstellen braucht es Zeit um sich und seine individuellen Bedürfnisse kennenzulernen. 

Das bedeutet, dass diese Zeit vor allem eine Zeit der Selbstreflexion und Selbsterkenntnis ist. Und wann werden wir jemals wieder die Möglichkeit bekommen uns so intensiv mit uns selbst beschäftigen zu können? 

Mal wieder lehrt uns diese Corona-Krise, dass es notwendig ist nun auf sich und seine Bedürfnisse zu hören, um etwaigen Demotivationen aus dem Weg zu gehen und eine neue Routine herauszufinden, welche den alten Alltag in den Schatten stellt. Eine einmalige Chance zur Erstellung neuer Vorsätze, Vorlieben und Anschauungen.  

#stayathome #wecandothis

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tag 4

19.03.2020

                                                                                       Stay home 

 

Heute gibt es keinen Beitrag, sondern eine musikalische kreative Eingabe in Form eines Liedes über die derzeitige Lage unter dem Corona Virus. Es geht dabei nicht um die fragwürdigen Klopapierverbrauch der Österreicher oder die plötzliche Pastavorliebe, sondern darum wie wir die Zeit am besten zusammen durchstehen. 

Je mehr wir nun daheim bleiben, desto früher kommen wir hier raus! 

 

VERSE 

We used to complain about not having time 

But locked in our homes there’s so much on our mind

How can we unwind? 

Tell me - How can we unwind? 

 

We used to feel tired of rushing around 

Once we can’t go out we feel like missing out 

How can we unwind? 

Tell me - How can we unwind?

 

REFRAIN 

Cause we don’t know how long, how long

this wait is gonna be

If we now stay at home     

The sooner we will be see

 

People touching again, 

Embracing a friend, 

Feeling close again 

 

Let’s stay home 

Dancing naked on your own 

Let’s stay home 

Turn the music loud and sing along 

 

If we now stay at home     

The sooner we will be free

If we now stay at home     

The sooner we will be free

Tag 3

18. Mär 2020

 

Der Beginn einer neuen Form des Miteinander 

Schon lange haben wir nicht mehr soviel miteinander geschrieben, telefoniert, vergessene Freunde kontaktiert und Mitgefühl gezeigt. Ist es die Tatsache, dass wir alle im Moment das selbe Schicksal teilen oder, dass wir tatsächlich mehr Interesse für die momentane Gefühlslage und Wohlergehen füreinander bekommen?

 Im Moment blicken wir alle einer unvorhersehbaren Zukunft entgegen, manche mit Hoffnung, andere mit Sorge, aber alle von uns mit Ungewissheit. Das verbindet und stärkt den Zusammenhalt, vor allem in meiner Heimat Österreich ist dies sehr stark zu spüren. Es ist bemerkenswert und man fühlt regelrecht, wie eine Nation durch gemeinsame kreative Projekte und Ideen zur Überbrückung in dieser Zeit näher zusammenrückt. 

Ob es die Lieder sind, die wir gemeinsamen zur selben Zeit beim Fester raus singen, oder die Bilder die wir uns senden mit aufbauenden Statistiken und optimistischen Sprüchen -

 ein neues Füreinander-Da-Sein. 

Wenn wir die nächsten Monate dann mit prägenden Eindrücken und einem kleinen Schock überstanden haben, wird nichts mehr so sein wie es war. Es wird nämlich im Moment ein neues Bewusstsein füreinander geschaffen, das schon längst überfällig war. Wenn wir also näher zusammenrücken, können wir noch gestärkter in den Alltag zurückkehren, mit dem Wissen, dass wie schlimm die Zeiten auch sein werden - wir werden füreinander da sein. Und diese Sicherheit und gegenseitige Stütze wird uns wiederum mehr Selbstsicherheit und Selbstvertrauen für die bevorstehende Zukunft geben. Denn wir sind umgeben von einem Netzwerk an Unterstützung, Fürsorge und helfenden Händen wenn die Zeiten schwierig werden sollten. 

Wiedermal kann man diese Krise als neue Chance sehen und als Beginn für eine neue Form des Miteinanders, wodurch wir mit mehr Vertrauen zurückkehren werden in unseren Alltag, wissend dass wir nicht alleine sind und nie sein werden.  

#stayathome #wecandothis

Tag 2 

17. März 2020

 

 

 

 

 

 

 

 

 

© Christinakaragiannis.com

Bei wem sind wir am liebsten wenn die Welt am Kopf steht?

 

Es ist Tag 2 des Daheimseins.

Und ja es ist schon komisch wie diese moderne Krise und 'Auszeit' für viele eine Offenbarung ist. Man nimmt die Realität im Moment ganz anders wahr, lernt worauf es im Moment wirklich ankommt. Wo zieht es einen am meisten hin, wenn sein ganzes Leben im Moment einer ungewissen, schwierigen Zukunft entgegenblickt und man die Dauer nicht absehen kann?

Genau - zu den Menschen die uns am meisten bedeuten.

Wer die Chance hatte zu seiner Familie oder Partner zu fahren hat dies ohne schnelles Zögern gemacht. Andere sitzen alleine daheim aber sind enger und öfter als normal in Kontakt mit den Menschen, die ihnen am meisten bedeuten. 

Und wieder lehrt uns diese Krise auf ein neues - die unbewusste Sehnsucht nach Nähe zu denjenigen, denen wir auch wirklich Nahe sein wollen. Wo wir uns normalerweise im Alltag eher auf die Menschen fokussieren, die wir begehren, bewundern oder bejubeln - so wissen wir in schwierigen Zeiten, dass unser Unterbewusstsein genau die Menschen auswählt die uns mehr bedeuten als wir es im Alltag wahrnehmen. 

So können wir diese schwierige Zeit auch dazu nutzen um in unserem inneren Beziehungschaos ein bisschen aufzuräumen. Wo der Alltag oft ein Tuch über die inneren Gefühle stülpt, entpuppen sich diese nun automatisch.

Wer zählt wirklich in unserem Leben?

Wer kennt uns besser als wir uns selbst?

Zu wem flüchten wir um uns besser zu fühlen in einer Krise wie dieser? 

Wiedermal birgt diese beunruhigende Zeit eine wertvolle Chance, zu reflektieren und sich selbst einzugestehen 

bei wem wir am liebsten sind wenn die Welt am Kopf steht? Nützen wir diese einmalige Chance uns Menschen bewusst zu machen, für die uns oft und normalerweise die Zeit fehlt. 

#stayathome #wecandothis

 

Tag 1

16. März 2020

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

© Christinakaragiannis.com

Die einmalige Chance zur Wertschätzung des Selbstverständlichen

 

 

Tag 1 dieser surrealen 'Alltags Pause'.

Jetzt beschweren wir uns, dass wir daheim nichts tun müssen wobei wir doch immer geklagt haben, dass uns die Zeit zum Entspannen fehlt. Die Realität ist verschoben und es scheint als wären wir überfordert mit dieser neuen Menge an Zeit. Aber genau jetzt haben wir die Chance nach vorne zu schauen, zurück zu schauen, auf uns zu schauen und zu reflektieren. Diese gezwungene Pause birgt eben diese Möglichkeit, uns mit unseren Wünschen, Ängsten und Sehnsüchten zu beschäftigen.

 

Vor einer Woche war alles anders und erst jetzt sehnt man sich zurück zu den Dingen, die vor 7 Tagen für uns noch so selbstverständlich waren. Und genau diese Sehnsucht nach der damaligen Normalität lässt uns noch mehr realisieren, wie surreal diese derzeitige Situation ist.

Jetzt reflektieren wir und wünschten uns wir hätten den Dingen mehr Wertschätzung geschenkt. Im Moment ist alles wie in Zeitlupe, jeder Tag geht nur langsam vorbei und keiner weiß genau, wie der nächste Tag wieder ein bisschen mehr unser reales Leben temporär verändern wird. Aber genau jetzt findet diese objektive Beobachtung auf unser 'damals' alltägliches Sein und Tun statt, als hätte jemand auf den Pausenknopf gedrückt und uns die Möglichkeit gegeben, von weit weg unser Handeln zu beobachten und zu beurteilen.

Sind wir glücklich mit der Art und Weise wie wir unser Leben führen?

Hatten wir unsere Tage mit dem gefüllt was uns bereichert?

Sagen wir den Menschen, die uns am meisten bedeuten oft genug wie sehr sie unser Leben schöner machen?

 

Beantworte diese Fragen ehrlich. Wenn wir in unseren Alltag zurückkehren hast du die Chance dich in einer neuen Wahrnehmung zu sehen. Anstatt stündlich gebannt die Nachrichten nach neuen Richtlinien zu durchforsten, könnte man innehalten und realisieren welche einmalige Chance zur Wertschätzung des Selbstverständlichen uns in dieser schwierigen Krise gegeben wird. Alles eine Frage des Anschauung.

#stayathome #wecandothis